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Aktuell_Informationen aus dem Erzbistum Köln
Freitag, 28. Mai 2021
[An alle pastoralen Dienste, Verwaltungsleitungen, Pastoralbüros, Regionalkantoren und Seelsorgebereichsmusiker sowie Geschäftsführungen der Gemeindeverbände.]
16. Schreiben über liturgische und seelsorgliche Bestimmungen in der Corona-Zeit

Sehr geehrte Priester und Diakone,
sehr geehrte Pastoral- und Gemeindereferentinnen sowie
Pastoral- und Gemeindereferenten,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral,

ich freue mich sehr, dass bundesweit die Inzidenzzahlen in Deutschland rückläufig sind. Viele Faktoren führen dazu. Ich danke allen, die durch ihr Engagement, ihre Umsicht und ihren Verzicht dazu beitragen. Sicherlich werden wir auch in den kommenden Wochen weiterhin mit großer Umsicht handeln müssen, doch ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Weg gemeinsam gut realisieren und fortsetzen werden.

In diesen Tagen wurde die neue Corona-Schutz-Verordnung NRW veröffentlicht.
Sie tritt am 28.5.2021 in Kraft.

Die wichtigsten Änderungen sind in der Pressemitteilung der Landesregierung NRW zusammengefasst.

Was heißt dies für die kommende Zeit, welche Veränderungen stehen an?
  • Die Systematik hat sich grundlegend geändert. Die für Gottesdienste einschlägige Vorschrift ist § 2 Abs. 1. Danach haben wir uns weiterhin bei unseren Regeln nach den Vorgaben der Verordnung zu richten. So bleibt die Pflicht, bei Gottesdiensten in Kirchen eine medizinische Maske zu tragen (§ 5 Abs. 3 Nr. 5). Bei Freiluftgottesdiensten reicht eine Alltagsmaske (§ 5 Abs. 4 Nr. 3).
  • Die einfache Rückverfolgbarkeit ist weiterhin sicherzustellen (§ 8 Abs. 3 Nr. 9). Sie gilt bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen (§ 8 Abs. 3 Nr. 9).
  • Beerdigungen einschließlich der Trauerfeier sind ohne Begrenzung der Teilnehmer möglich (§ 18 Abs. 2 Nr. 5).
  • Fronleichnamsprozessionen können nur in Absprache mit den Behörden vor Ort geplant und durchgeführt werden. Es muss sich um eine definierte und überschaubare Gruppe von Gläubigen handeln, die die Mindestabstände einhalten.
 Kirchenmusik
  • Komplex ist die Frage des Gesangs: Ein ausdrücklicher Verzicht auf Gesang ist nicht mehr vorgesehen. Allerdings ist ein genereller Mindestabstand von zwei Metern bei zulässigem Singen und Spielen von Blasinstrumenten vorgeschrieben (§ 4 Abs. 1 Satz 2). Ausdrücklich erwähnt wird der Gesang nur beim Probenbetrieb, der bei einer Inzidenz unter 50 mit bis zu 20 (§ 13 Abs. 3 Nr. 4) und unter 35 mit bis zu 30 Personen in geschlossenen Räumen und mit bis zu 50 Personen in großen Räumen wie Kirchen (§ 13 Abs. 4 Nr. 5b) zulässig ist.
  • Außerhalb geschlossener Räume gibt es keine Begrenzung der Sänger. Dort gilt nur der erweiterte Mindestabstand von zwei Metern (§ 4 Abs. 1 Satz 2) und das Tragen der Alltagsmaske (§ 5 Abs. 4 Nr. 3).
  • In Rheinland-Pfalz ist auch Chorgesang verboten.
 
 Kirchenmusik – tabellarische Darstellung für NRW:
Kirchenmusik - Tabellarische Übersicht

[>> zur tabellarischen Darstellung „Kirchenmusik NRW" als PDF]

Häufig erreicht uns auch die Frage, wie mit geimpften Personen verfahren wird. Hierzu gilt: Die bereits angekündigte Gleichstellung von Genesenen und doppelt Geimpften ist gesetzlich festgesetzt (§ 4 Abs. 5). Wichtig ist darauf zu achten, dass dies Menschen betrifft, die doppelt geimpft sind!


Geimpfte und Genesene sind grundsätzlich bei der Höchstzahl einer Veranstaltung nicht zu berücksichtigen. Bei unseren Gottesdiensten müssen aber weiterhin die Abstände eingehalten werden, so dass diese Erleichterung nur in Ausnahmefällen relevant sein wird – in Kirchen, wo auch mit Abständen mehr als 250 Personen (bisherige Höchstgrenze) untergebracht werden können. In allen anderen Kirchen kann die Erleichterung ein Anlass sein, die bisherigen Abstände und Plätze zu überprüfen. Vielleicht ergeben sich dort noch Spielräume. Im Übrigen dürfen Personen eines Haushaltes stets zusammensitzen.

Die bisherigen Regelungen, die sich nicht verändert haben, bleiben bestehen. Hierzu verweise ich auf das 15. Schreiben zu liturgischen und seelsorglichen Bestimmungen in der Corona-Zeit.

Die 21. Coronabekämpfungsverordnung RLP gilt ab dem 21.5.2021 und beinhaltet keine Veränderungen für unseren Bereich.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und danke Ihnen für all Ihre Tätigkeit und Ihr Durchhalten rund um die Pandemie.

Mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Markus Hofmann
Generalvikar
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>> 16. Schreiben zu Liturgie und Seelsorge in Zeiten von Corona (PDF)

>> Tabellarische Darstellung „Kirchenmusik NRW" (PDF)

>> Corona-Schutz-Verordnung NRW

>> Pressemitteilung der Landesregierung NRW

>> 21. Coronabekämpfungsverordnung RLP



Verantwortlich:
Dr. Markus Hofmann
Generalvikar des Erzbischofs von Köln
Marzellenstr. 32
50668 Köln
0221 1642 1262
generalvikar@erzbistum-koeln.de
www.erzbistum-koeln.de