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Ausgabe vom 30.10.2020   


Sehr geehrte Frau Steinmetz,

es sind diese Augen, die einen mitten ins Herz treffen. Gleichzeitig scheint der Blick der Gottesmutter auf dem Bild nach oben zu gehen, über die betrachtende Person hinweg. Die oben abgebildete Ikone stammt aus dem "Kloster der Auferstehung" in Beirut, das bei der Explosions-Katastrophe vor einem Monat getroffen wurde. Die Ikone wurde dem Erzbistum Köln als Geschenk überreicht und soll nun Ausgangspunkt einer Gebetsaktion sein, die die Spendenaktion "Gemeinsam für Beirut" begleitet. 

Die Gottesmutter ist ein
Zeichen der Hoffnung für den Libanon. Sie wird dort nicht nur von Christen, sondern über religiöse Grenzen hinaus als Schutzfrau und Patronin des Landes verehrt. 2010 wurde das Fest Maria Verkündigung auf muslimische Initiative hin ein nationaler libanesischer Feiertag. In Solidarität mit den Menschen im Libanon soll daher die Marien-Ikone in den nächsten Wochen durch verschiedene Abteilungen des Erzbistums reisen und zum Gebet und zur Hilfe für die Menschen in Beirut aufrufen.

Alle Informationen zur Spenden- und Gebetsaktion sowieso ein sehenswertes Videointerview mit einem Priesteramtskandidaten in Beirut finden Sie in dieser Newsletter-Ausgabe. Auch beim "Sonntag der Solidarität" und bei der Kommunalwahl am 13. September ist Ihre Beteiligung gefragt!


"Gemeinsam für Beirut" ‒ Spenden und Gebet für den Libanon
Am 4. August 2020 ereignete sich am frühen Abend im Hafengebiet von Beirut eine gewaltige Explosion. Die ganze Stadt wurde durch die Explosion von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat und der enormen Erschütterung, die einem Erdbeben der Stärke 3,5 glich, katastrophal getroffen.

Es wurden bis jetzt mindestens 220 Todesopfer und über 6000 Verletzte Opfer dieser Katastrophe. Hunderttausende Menschen verloren ihr Zuhause. Neben Krankenhäusern, Geschäften und Lebensmittelspeichern wurden auch Kirchen und Konvente, von denen sich einige in der Nähe des Hafens befanden, zum Teil vollständig zerstört, wodurch vielen Menschen nach ihrem Dach über dem Kopf auch noch das geistliche Zuhause genommen wurde.  

Um eine Möglichkeit zu schaffen, direkt und konkret helfen zu können, hat das Erzbistum Köln die Spendenaktion "Gemeinsam für Beirut" ins Leben gerufen. Hier werden die Spenden gesammelt, die dann über Kontakte zu katholischen Organisationen, Gemeinden und Orden vor Ort ganz direkt dazu eingesetzt werden, den Menschen zu helfen. Insbesondere werden die Spenden für den zerstörten Wiederaufbau von Kirchen und Konventen eingesetzt.

Spendenkonto: DE 34 370 501 98 0019 6222 24
Kontoinhaber: Erzbistum Köln
Verwendungszweck: Gemeinsam für Beirut

Weitere Information zur Spendenaktion finden Sie unter dem Link: www.erzbistum-koeln.de/beirut.


Gebet
Beten wir für die Opfer und ihre Familien; und beten wir für den Libanon, damit er mit dem Einsatz aller seiner sozialen, politischen und religiösen Komponenten diesen tragischen und schmerzlichen Moment bewältigen und mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft die schwere Krise überwinden kann, die das Land durchlebt. (Papst Franziskus)

Papst Franziskus hat den 4. September zum Gebets- und Fasttag für den Libanon erklärt.

Video: Spendenaktion "Gemeinsam für Beirut"
Jean-Marie Chedid ist Seminarist für die Diözese Sidon im Libanon. Von 2016 bis 2019 war er im Priesterseminar Redemptoris Mater Köln. Er hat selbst die Katastrophe vor Ort miterlebt und berichtet uns in einem Videointerview über die aktuelle Lage in Beirut.
[Video ansehen]

Drei Fragen an Nadim K. Ammann
Nadim K. Ammann ist Referatsleiter in der Diözesanstelle Weltkirche/ Weltmission.

Newsdesk:
Wo und wofür wird das Geld aus dem Spendenaufruf im Erzbistum Köln in Beirut eingesetzt?


Nadim Ammann: Unsere Hilfe wird sich auf den Wiederaufbau der zerstörten Pfarrhäuser, Konvente und Kirchen konzentrieren. In Beirut befinden sich viele Einrichtungen von Orden. So betreiben die Vinzentinerinnen eine Schule. Während die Sternsinger und Misereor den Wiederaufbau der Schule finanzieren, konzentrieren wir uns auf das Foyer der Schule und den Konvent der Schwestern.

Newsdesk: Was hat es mit der Gebetsaktion auf sich, die mit dem Spendenaufruf verbunden ist?

Ammann: Die Ikone wurde im Atelier des Auferstehungsklosters hergestellt. Dieses wurde in Beirut auch stark getroffen. Die Marien-Ikone wurde uns als Geschenk überreicht und lag mehrere Jahre in einer Schublade. Sie wurde durch Zufall in der Woche nach der Explosion gefunden. Da die Gottesmutter auch die Patronin des Libanon ist und von allen Libanesen verehrt wird, haben wir den Fund der Ikone als Aufruf zum Gebet interpretiert. Zumal es den Brauch der wandernden Ikone ja gibt.

Newsdesk: Was berichten Ihnen Projektpartner aus Beirut, wie ist derzeit dort die Situation?

Ammann: Unsere Partner sind verzweifelt. Viele sehen keine Bleibeperspektive. Man darf nicht vergessen, dass viele den Krieg miterlebt haben. Jetzt wo alles wieder aufgebaut war, ist wieder alles zerstört. Es wird Jahre dauern, bis Beirut wieder hergestellt ist. Weil alle gleichzeitig Hilfe brauchen, fehlt es auch an Material und Handwerkern. Die Preise sind extrem gestiegen. Eine Kollegin, die aus dem Libanon stammt, war zu Besuch bei ihrer Familie und hat alles miterlebt. Sie war auch bei der Beerdigung von Nachbarn. Sie bat eindringlich um das Gebet.


Das Erzbistum Köln der Zukunft: Abschied und Aufbruch
Das Erzbistum Köln rüstet sich auf dem Weg in die Zukunft. Wie soll diese aussehen? Im Interview bei Domradio.de geben Generalvikar Markus Hofmann und Gordon Sobbeck, Finanzdirektor und Ökonom des Erzbistums Köln, Einblicke. [weiterlesen bei Domradio.de]

Weltkirchlicher "Sonntag der Solidarität"
Angesichts der dramatischen globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie starten die Deutsche Bischofskonferenz, die (Erz-)Diözesen, die weltkirchlichen Hilfswerke und die Ordensgemeinschaften eine gemeinsame internationale Solidaritätsaktion für die Leidtragenden der Pandemie. Am 6. September soll in allen Gottesdiensten eine Sonderkollekte abgehalten werden. [weiterlesen]


Aktuelle Veranstaltungen im Erzbistum Köln
 
  6. bis 11. September 2020

Kaiserswerth feiert den heiligen Suitbertus
Düsseldorf Suitbertusfest  Pontifikalamt, Führungen und Vesper
  
Mit dem Suitbertus-Fest gedenkt die Pfarreiengemeinschaft Angerland/ Kaiserswerth des angelsächsischen Mönches sowie Gründers und ersten Abtes des Klosters Kaiserswerth. Am Sonntag, 6. September zelebriert um 11 Uhr der Bischof von Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, das Pontifikalamt. Die Suitbertus-Vesper bei Kerzenschein findet um 19.30 Uhr je nach Wetterlage vor oder in der St. Suitbertus-Basilika statt. Am Oktavtag des Suitbertus-Festes, am Freitag, 11. September wird um 19.30 Uhr mit einer ökumenischen Begegnung mit geistlichem Impuls auf dem Suitbertus-Stiftsplatz gefeiert. Der Abend klingt im Pfarrgarten aus. Informationen zum Programm unter: www.erzbistum-koeln.de/veranstaltungen/Suitbertusfest-Kaiserswerther-gedenken-ihres-Heiligen/

  6. bis 13. September 2020
 

Festwoche zur Schwarzen Muttergottes in der Kupfergasse
Köln  St. Maria in der Kupfergasse  Marienwallfahrtsort

Köln. Vom 6. bis 13. September findet die diesjährige Festwoche zur Schwarzen Muttergottes in der Kupfergasse statt. Sie steht unter dem Leitwort "O Maria, erbitte der Kirche Jesu Christi die Einheit im Glauben". Der Weihetag der Gnadenkapelle wird am Dienstag (Fest Mariä Geburt) begangen. Alle Informationen zum Programm unter:
www.erzbistum-koeln.de/news/Festwoche-zur-Schwarzen-Mutter-Gottes-in-der-Kupfergasse/#


> Weitere Veranstaltungen im Erzbistum Köln finden Sie hier.

Wahlaufruf zur Kommunalwahl
Der Landtag von Nordrhein-Westfalen mit seinem Präsidenten André Kuper ruft gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, den Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie mit Gewerkschaften, Unternehmen, Wohlfahrtsverbänden und weiteren Vertretungen gesellschaftlicher Gruppen zur Teilnahme an den Kommunalwahlen am 13. September auf. [weiterlesen]

Fragen, Anregungen, Tipps und Ideen:
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Redaktion: Newsdesk Erzbistum Köln
Fotos: Erzbistum Köln/ Munns, Erzbistum Köln, Erzbistum Köln/Heidebrecht, weltkirche.de/Getty Images/iStockphoto

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