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Aktuelle Informationen an die Pastoralen Dienste im Auftrag des Generalvikars
Dienstag, 18. August 2020

6. Schreiben zu liturgischen und weiteren Bestimmungen in der Corona-Zeit


Sehr geehrte Priester und Diakone,
sehr geehrte Pastoral- und Gemeindereferentinnen und
Pastoral- und Gemeindereferenten,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral,

heute kann ich Ihnen eine Aktualisierung unserer Empfehlungen zur Kirchenmusik in der Coronakrise zukommen lassen. Wie Sie alle wissen, sind zwischenzeitlich eine Reihe neuer Studien erschienen und es kommen immer weitere dazu. Grundsätzlich sind wir in unseren Empfehlungen an die Vorgaben der Länder gebunden. Auf der Grundlage dieser Vorgaben und der neueren Studien haben wir nun unsere Empfehlungen angeglichen.
Um für Sie leichter erkennbar zu machen, was sich geändert hat, sind die Änderungen in der Anlage "Corona-Empfehlungen: Konkretionen aus kirchenmusikalischer Sicht" fett gedruckt. Das Referat Kirchenmusik wird diese Informationen auch den Seelsorgebereichsmusikern zuleiten. Ich ermuntere Sie ausdrücklich, von den bestehenden Möglichkeiten des Gemeindegesangs Gebrauch zu machen.

Aufgrund von Nachfragen möchte ich bei dieser Gelegenheit nochmals auf die Regelungen der Mindestabstände bei Gottesdiensten eingehen und die am 19. Juni 2020 im 5. Schreiben zu liturgischen und weiteren Bestimmungen in der Corona-Zeit bekanntgegebenen, weiterhin gültigen Bestimmungen, zusammenfassen und aktualisieren:

    I. Für reguläre Gemeindegottesdienste gilt der Mindestabstand von 2 m. Sofern Personen von sich aus darum bitten, kann innerhalb von Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Ehegatten oder Personen aus maximal zwei Haushalten oder einer Gruppe von höchstens 10 Personen untereinander auf den Mindestabstand verzichtet werden. Der Mindestabstand zur nächsten besetzten Kirchenbank ist dabei jeweils einzuhalten. Gemeindegesang ist mit dieser Vorgehensweise möglich.

 Diese Regelung eignet sich insbesondere auch für Gottesdienste mit einem mehr oder weniger geschlossenen Teilnehmerkreis wie Trauungen und Taufen, wo die Teilnehmer ohnehin im engeren Kontakt stehen.  

    II. Wenn ein fester Sitzplan erstellt wird, können für Gottesdienste sogar beliebig viele Personen ohne Mindestabstände platziert werden. Der Gemeindegesang muss bei dieser Variante allerdings entfallen. Diese Variante sollte nur in Ausnahmefällen angewendet werden, wenn aufgrund der Anzahl von Personen die Möglichkeiten unter I. nicht ausreichen.

Bei dieser Gelegenheit bitte ich Sie, vor Ort zu überlegen, welche Erleichterungen bei der Registrierung von Gottesdienstbesuchern möglich sind. Mancherorts werden für "Stammgäste" nummerierte Karten ausgegeben, so dass vom Willkommensdienst nur noch die Nummer in einer Liste vermerkt werden muss. Bei bekannten Gemeindemitgliedern, von denen die Adressdaten im Meldewesen zugänglich sind, reicht in NRW auch die Erfassung des Namens und der Telefonnummer.

Ich erinnere schließlich an die im 5. Schreiben aufgeführten Möglichkeiten zur Nutzung von Gemeinderäumen für Katechesen, Gremiensitzungen etc; für private Feiern können pfarrliche Räume entsprechend den aktuellen Regelungen des Landes NRW für bis zu 150 Personen vermietet werden (in RLP: bis 75 Personen).

Besonders lade ich ein, den Asperges-Ritus neu zu beleben – praktische Hinweise finden Sie in der Anlage des 5. Schreibens.

Es kann durchaus sein, dass das Land NRW bzw. RLP seine Rahmenbedingungen in nächster Zeit ändert, in welcher Richtung auch immer. In diesem Fall werden auch wir unsere Empfehlungen erneut anpassen.

Für uns alle ist es in dieser Zeit ein Tasten zwischen dem Wunsch nach "normalen" Verhältnissen und den Erfordernissen eines bedachtsamen Umgangs mit der Pandemie. 

Wir hoffen sehr, mit diesen Empfehlungen manches zu erleichtern und gleichzeitig dem Bedürfnis nach ausreichendem Gesundheitsschutz zu dienen.

Mit freundlichen Grüßen

Msgr. Markus Bosbach
stellv. Generalvikar  

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[>>Corona-Empfehlungen: Konkretionen aus kirchenmusikalischer Sicht für NRW und RLP vom 14. August 2020]

[>>5. Schreiben zu liturgischen und weiteren Bestimmungen in der Corona-Zeit vom 19. Juni 2020]



Verantwortlich:
Dr. Markus Hofmann
Generalvikar des Erzbischofs von Köln
Marzellenstr. 32
50668 Köln
0221 1642 1261
generalvikar@erzbistum-koeln.de
 www.erzbistum-koeln.de