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Aktuell_Informationen des Generalvikars an die Pastoralen Dienste
Dienstag, 28. April 2020


Sehr geehrte Priester und Diakone,
sehr geehrte Pastoral- und Gemeindereferentinnen und Pastoral- und Gemeindereferenten,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral,  

in der vergangenen Woche hatte ich Sie über die anstehende Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste im Erzbistum Köln informiert und Ihnen bereits einen ersten Rahmen für die notwendigen organisatorischen Vorbereitungen in der besonderen Situation der Corona-Pandemie mitgeteilt. Kurz nach meiner Nachricht konnte auch das dafür anvisierte Datum, der 1. Mai 2020, bestätigt werden. Bevor Sie zeitnah weitere Informationen für notwendige Hygienemaßnahmen und konkrete Empfehlungen sowie technische Informationen zum Angebot des Ticketing-Systems für die Gottesdienst-Anmeldungen erhalten, möchte ich den gesamten Rahmen nochmals einordnen. 

Seit 6 Wochen können wir keine öffentlichen Gottesdienste mehr feiern. Die Aussetzung der öffentlichen Gottesdienste war ein schwerer Schritt, den wir aus der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den einzelnen Gläubigen heraus gegangen sind. Von Anfang an hatte dieser Schritt eine befristete Perspektive, die sich an der Gesamtsituation orientiert hat. Für das gesellschaftliche Leben sind nun konkrete Maßgaben erarbeitet worden, die vernünftig zwischen Schutzbedarfen und Ermöglichung von Freiheiten abwägen. In diesem Rahmen bewegt sich auch die Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste. Auch hier gilt, wie im gesellschaftlichen Leben, dass wir nicht zurück zum „Normalbetrieb“ zurückkehren können, sondern in sehr differenzierter und notwendigerweise reglementierter Weise eine neue Übergangsform finden müssen. 

Die Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste ist daher ein schrittweiser Prozess, den jeder Seelsorgebereich im Rahmen der örtlichen und personellen Möglichkeiten geht. Eine gute Kommunikation und Information der Gläubigen wird dabei sehr wichtig sein. So kann es sich empfehlen, in einem Seelsorgebereich zunächst nur die größten Kirchen für die möglichen Zelebrationen einzuplanen, um aufgrund der beschränkten Platzanzahl möglichst vielen Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen. Auch sollen insbesondere Risikogruppen explizit darauf hingewiesen werden, dass von der Sonntagspflicht weiterhin dispensiert ist. Niemand soll sich unnötigen Gefahren aussetzen. Denjenigen aber, die persönlich an der Feier der Heiligen Messe teilnehmen möchten, soll dies im Rahmen aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ermöglicht werden. 

Dies funktioniert nur, wenn Sie vor Ort Verantwortung übernehmen, die auf konkrete Situationen eingeht, die nicht zentral geregelt werden können. Das Erzbistum Köln liegt auf dem Gebiet zweier Bundesländer und zahlreicher Kommunen, deren Auflagen jeweils zu berücksichtigen sind. Ich hatte in meinen Hinweisen bereits deutlich gemacht, dass es sich dabei um einen Rahmen handelt, der vor Ort sorgfältig umgesetzt und bei Bedarf fortgeschrieben werden muss. 

Damit dies alles gelingt, bedarf es vor Ort nochmals einer großen Anstrengung und persönlichen Engagements vieler. Hier nehme ich, wie schon im kreativen Umgang während der letzten Wochen, eine hohe Bereitschaft wahr, für die ich Ihnen sehr danke. Unser Handeln muss in der nächsten Zeit von großer Rücksichtnahme geprägt sein – wir müssen uns an die neue Situation gewöhnen und gemeinsam versuchen, schrittweise das Beste daraus zu machen, ohne Einzelne zu überfordern. In diesem Sinne gilt ganz ausdrücklich, dass das Mögliche getan, Unmögliches aber auch mit Verständnis getragen werden soll. Dazu wünsche ich Ihnen alles Gottes Beistand und Segen. 

Mit österlichen Grüßen

Dr. Markus Hofmann
Generalvikar

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Anlagen



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