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Aktuell_Informationen des Generalvikars
Dienstag, 31. März 2020



Seelsorgliche Hinweise des Generalvikars für die Kar- und Ostertage 2020
sowie für Erstkommunionfeiern, Firmungen und Visitationen bis Pfingsten
vom 30.03.2020
 

Liebe Mitbrüder,
sehr geehrte Damen und Herren,

die derzeitige Situation ist für die Menschen in unserem Land und damit auch für uns als Kirche eine gewaltige Herausforderung. Viele Fragen, Sorgen und Ängste bewegen die Öffentlichkeit und stellen sich uns in diesen Tagen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass in den vergangenen Tagen und Wochen sehr viele gute, der aktuellen Situation entsprechende pastorale Ideen entstanden und verwirklicht worden sind, und täglich neue Angebote und Initiativen hinzukommen. Einige davon finden Sie auf der neuen Homepage www.zusammen-gut.de, wo wir solche Ideen sammeln, damit sie noch weiter bekannt werden.

Zugleich bleibt eine Reihe von Fragen grundsätzlicher und praktischer Art, auf die Antworten erwartet und erbeten werden. Verstehen Sie die folgenden Regelungen und Hinweise, die die bisherigen Verlautbarungen ergänzen, daher bitte als Orientierung für Sie und Ihre wichtige Arbeit! 

  1. Seelsorgliche Präsenz
Die Kirche hat den Auftrag, nach dem Beispiel Jesu den Menschen nahe zu sein, besonders dann, wenn sie in Not sind. Wer will bestreiten, dass wir eine Zeit erleben, in der leibliche und seelische Nöte von besonderer, bislang nicht gekannter Dimension vorhanden sind? Darum ist es von allergrößter Bedeutung, dass die Kirche gemäß ihrer Sendung und ihrem Auftrag erreichbar und präsent ist. Das bedeutet ganz konkret, dass diejenigen, die von unserem Erzbischof zum Dienst und zur Mitarbeit in der Seelsorge beauftragt sind, erreichbar sind und bleiben. Auch wenn die physischen Kontaktmöglichkeiten reduziert sind, bleibt es eminent wichtig, dass diejenigen, die gerade jetzt seelsorglichen Beistand suchen und benötigen, uns finden: sei es über das Telefon, das Internet oder den klassischen Brief. Unter Berücksichtigung der hygienischen Regeln (Abstand halten, Mundschutz, möglichst kein Körperkontakt) sind nach wie vor seelsorgliche Besuche zu Hause, Gespräche im Pfarrbüro oder in der Kirche möglich. Insbesondere die Sorge um die Kranken und die Sterbenden ist und bleibt ein nicht aufgebbarer Kernbestand unseres Dienstes. Wir dürfen uns als Kirche jetzt nicht zurückziehen, sondern wir müssen im Gegenteil deutlich machen, dass wir da sind und dass wir bereit sind, uns für die Menschen einzusetzen. Angesichts der seelischen Belastungen, der viele unserer Schwestern und Brüder ausgesetzt sind, ist die Seelsorge systemrelevant für unsere Gesellschaft. Der Mensch lebt ja nicht nur vom Brot allein. 
  1. Offene Kirchen
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass unsere Kirchen nach Möglichkeit offen bleiben. Die derzeitigen Bestimmungen der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und der Kommunen bilden keine rechtliche Grundlage für eine Schließung der Kirchen. Untersagt sind „Zusammenkünfte“, nicht das private Gebet einzelner Gläubiger und auch nicht das seelsorgliche Einzelgespräch. Selbstverständlich ist auch hier auf die Hygieneregeln zu achten. Es empfiehlt sich, in Gesprächssituationen einen einfachen Mundschutz zu tragen. Bei Bedarf kann über die Lotsenpunkte bzw. die Ansprechpartner der örtlichen Caritas solcher Mundschutz organisiert werden. Außerdem ist Herr Klaus Fengler dafür ansprechbar; seine Mailadresse lautet: klaus.fengler@caritasnet.de; Anleitungen zum Selbernähen sind auf der Homepage des Diözesancaritasverbandes zu finden: https://einzigware.de/wp-content/uploads/2020/03/atemschutzmasken-anleitung.pdf
  1. Beichte und Ablass
Das Sakrament der Versöhnung kann weiterhin nur mit Einzelnen gefeiert werden. Dabei gelten die tagesaktuellen Vorschriften zur Vermeidung von Ansteckungen sowie der Hinweis vom 19.03.2020 (https://www.erzbistum-koeln.de/sakramentenspendung2020). Ergänzend ist hier der oben unter Punkt 2. genannte Gebrauch von Mundschutz zu empfehlen.

Wer keinen Priester erreichen kann, soll einen Akt vollkommener Reue erwecken, ein Bußgebet sprechen und den Vorsatz fassen, bei nächster Gelegenheit zu beichten. Mit den Worten von Papst Franziskus: „Wenn du keinen Priester zum Beichten findest, dann sprich mit Gott – er ist dein Vater –, sag ihm die Wahrheit und bitte ihn aus ganzem Herzen um Vergebung."

Die Apostolische Pönitentiarie hat mit einer „Nota“ zum „Sakrament der Versöhnung in der aktuellen Pandemie-Situation“ vom 19. März 2020 den Priestern die Möglichkeit eröffnet, in den von der Pandemie betroffenen Gebieten die Generalabsolution zu erteilen. Im Erzbistum Köln besteht dazu derzeit keine Notwendigkeit. Sollte sich hieran etwas ändern, wird der Erzbischof bzw. der Generalvikar darüber informieren.

Die Apostolische Pönitentiarie hat zudem in einem Dekret vom 19. März 2020 eine Reihe von besonderen Vollkommenen Ablässen in der aktuellen Situation der Pandemie gewährt. Diese Ablässe wird den an Covid-19 erkrankten Gläubigen sowie den im Gesundheitsdienst Tätigen, den Angehörigen und all denen gewährt, die sich um die Erkrankten sorgen, auch denen, die für sie beten. Die an Covid-19 Erkrankten, die in Quarantäne sind, können einen Vollkommenen Ablass erhalten, wenn sie bereit sind, jede Sünde zu meiden, sich geistig mit der Feier einer Hl. Messe oder einem anderen Gebet (z.B. Rosenkranz, Kreuzweg) zu verbinden oder wenigstens das Glaubenskenntnis, das Vaterunser und ein Gebet zur Gottesmutter Maria zu verrichten und ihre Situation im Geist des Glaubens an Gott und der Liebe gegenüber den Schwestern und Brüdern aufzuopfern sowie die übrigen üblichen drei Bedingungen (sakramentale Beichte, sakramentale Kommunion und Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters) zu erfüllen, sobald ihnen das möglich ist.

Allen, die sich um die Infizierten kümmern und sich dadurch dem Risiko einer Ansteckung aussetzen, haben die Möglichkeit, unter denselben Bedingungen einen Vollkommenen Ablass zu erhalten.

Dies gilt ebenfalls für alle Gläubigen, die in der aktuellen Situation mit einem Besuch beim Allerheiligsten, einer Zeit der eucharistischen Anbetung, der Lektüre der Hl. Schrift für wenigstens eine halbe Stunde, dem Gebet eines Rosenkranzes, eines Kreuzwegs oder des Barmherzigkeitsrosenkranzes um das Ende der Pandemie, um Hilfe für die von ihr Betroffenen und das ewige Heil der Verstorbenen beten.

Außerdem erinnert die Apostolische Pönitentiarie an den Vollkommenen Ablass in der Sterbestunde, den alle Gläubigen erhalten können, die entsprechend disponiert sind, auch wenn sie die übrigen drei Bedingungen nicht erfüllen können, sofern sie nur irgendein Gebet während ihres Lebens gewohnheitsmäßig gebetet haben. 
  1. Osterkommunion
Die seelische Not dieser Tage und die damit verbundene Aussetzung der öffentlichen Gottesdienste lässt die Frage nach dem sakramentalen Empfang der Heiligen Eucharistie zu einer sehr ernsten Herausforderung werden. Abgesehen von der Praxis der Krankenkommunion und der Wegzehrung für die Sterbenden, die unter Berücksichtigung der hygienischen Sicherheitsmaßnahmen weiterhin in der üblichen Weise möglich sind (vgl. Verlautbarung des Generalvikars vom 19.03.2020), wird verständlicherweise mit zunehmender Dringlichkeit die Frage gestellt, ob es nicht auch darüber hinaus die Möglichkeit gibt, dass die Gläubigen die sakramentale Kommunion empfangen. Nach can. 918 CIC ist dieser Bitte aus gerechtem Grund auch außerhalb der Messe zu entsprechen. Insbesondere die österliche Zeit lädt dazu ein. Beim seelsorglichen Umgang mit dieser Bitte sind folgende Punkte zu beachten: 
  1. Die behördlichen Anweisungen, die Zusammenkünfte in Kirchen derzeit untersagen, sind zu beachten; es darf also keine „Einladungen“, „Aufrufe“ etc. geben, die den entsprechenden Vorgaben widersprechen.
  2. Wenn im Einzelfall ein Gläubiger um die Spendung der sakramentalen Kommunion bittet, dann kann dieser Bitte unter Beachtung der liturgischen Vorschriften und der hygienischen Schutzhinweise entsprochen werden. 
  3. Eine mögliche Form könnte dann z.B. wie folgt gestaltet werden:
    Ein einzelner Gläubiger bereitet sich zu Hause oder in der Kirche unter Wahrung der Kontaktsperre durch persönliches Gebet, ggf. auch durch die sakramentale Beichte, auf den Empfang der hl. Kommunion vor (es empfiehlt sich dafür entsprechende Hilfen anzubieten; ein Beispiel ist unter folgenden Link zu finden: erzbistum-koeln.de/einzelkommunion);
    der Kommunionspendende reicht unter Beachtung der hygienischen Empfehlungen (Desinfektion, Abstand, ggf. Mundschutz, ggf. Verwendung von Löffel/Zange) die heilige Hostie, nach Möglichkeit ohne direkte Berührung der Person.
  1. Palmsonntag
Die Karwoche mit dem Österlichen Triduum bildet den Höhepunkt des Kirchenjahres. Die Aussetzung der öffentlichen Gottesdienste trifft uns daher besonders schmerzlich. Nutzen wir daher die Möglichkeiten, die uns bleiben, diese Tage unter den gegebenen Umständen zu begehen und geben wir den Gläubigen dazu möglichst passende Anregungen! Hilfen für die Mitfeier der Heiligen Woche zu Hause finden Sie rechtzeitig vor den jeweiligen Festen z.B. unter www.zusammen-gut.de/ oder unter www.erzbistum-koeln.de/news/Seelsorgliche-Hinweise-fuer-die-Karwoche-und-Ostertage-2020/.

In vielen unserer Gemeinden ist es in den letzten Jahrzehnten fester Bestandteil der Palmsonntagsliturgie gewesen, dass die Gemeindemitglieder grüne Zweige am Ende des Gottesdienstes mit nach Hause nehmen konnten. In manchen Gemeinden wird damit auch eine Ostergabe (kleine Osterkerze, Weihwasser, Ostergruß etc.) verbunden.

Wo es möglich ist, dass Gläubige Palmzweige erhalten können, die in der nicht-öffentlichen Eucharistiefeier des Palmsonntags gesegnet wurden und ggf. damit verbunden eine Ostergabe, steht dieser Praxis nichts entgegen, soweit die Hygienevorschriften eingehalten werden und keine Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen verursacht werden. Natürlich ist auch eine Verteilung an die Wohnungstüren denkbar.

Sie können ggf. alternativ dazu einladen, dass die Gläubigen am Palmsonntag grüne Zweige aus der Natur holen. Diese Zweige könnten dann entweder mit einem Gebet oder während der Mitfeier eines medial übertragenen Gottesdienstes an das Kreuz gesteckt werden. Ein entsprechendes Gebet dazu lautet:

Allmächtiger, ewiger Gott,
diese (grünen) Zweige sind uns das Zeichen des Lebens und des Sieges,
mit denen wir Christus, unseren König, huldigen.
Wir gedenken heute seines Einzugs in seine heilige Stadt.
Gib, dass wir durch sein Leiden und Auferstehen zum himmlischen Jerusalem gelangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. – Amen. 
  1. Das österliche Triduum
Das österliche Triduum ist die zentrale Feier der Kirche während des ganzen Jahres. Doch dieses Jahr ist alles anders: Alle öffentlichen Gottesdienste sind ausgesetzt. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Regelung nach wie vor bis zum 19. April einschließlich verbindlich ist. Welche Regelung nach diesem Zeitpunkt gelten wird, werden wir so bald wie möglich bekanntgeben.

Lediglich in den Kathedralkirchen hat das Land NRW ausnahmsweise gestattet, das Österliche Triduum unter Leitung des jeweiligen (Erz-)Bischofs mit einigen, wenigen liturgischen Diensten zu begehen, damit es für die Gläubigen über das Internet zur Mitfeier übertragen werden kann. Bitte weisen Sie auch Ihrerseits die Gläubigen auf die entsprechenden Zeiten hin, die Sie hier finden: www.erzbistum-koeln.de/domgottesdienste-ostern2020.

In den Pfarrkirchen kann das Triduum in nicht-öffentlicher Feier begangen werden (siehe unten). 
  1. Oasentag und Chrisam-Messe
Unser Erzbischof lädt die Priester und Diakone auch in diesem Jahr dazu ein, den Montag der Karwoche als einen Tag der Einkehr, des Gebetes und der brüderlichen Verbundenheit zu begehen.

Der geistliche Impuls und die darauf folgenden Elemente des Oasentages werden daher in diesem Jahr über das Domradio live gesendet(www.domradio.de); Sie sind herzlich eingeladen, via Livestream daran teilzunehmen. Auch auf diese Weise können wir unsere Verbundenheit als Presbyterium und als Dienstgemeinschaft zum Ausdruck bringen.

Um 17.15 Uhr wird unser Erzbischof alle Teilnehmer begrüßen und Herr Prof. Dr. Elmar Nass wird den geistlichen Vortrag halten. Das aktualisierte Thema lautet: „Christliche Hoffnung gegen die Hoffnungslosigkeit. Passion in der Pandemie“. Anschließend ist dann ca. um 17.50 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und eine Zeit der eucharistischen Anbetung. Um 18.00 Uhr folgt das Gebet des Rosenkranzes. Kardinal Woelki wird dann um 18.30 Uhr die Chrisammesse feiern (unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsvorschriften). Innerhalb der Messfeier findet die Weihe der heiligen Öle statt. Die heiligen Öle können in diesem Jahr nicht am Karmontag abgeholt werden. Die Verteilung soll in diesem Jahr folgendermaßen erfolgen: Domdechant Msgr. Robert Kleine wird sich bei den Stadt- und Kreisdechanten melden, sobald geklärt ist, ab welchem Zeitpunkt die Kontaktsperre gelockert wird. Im Rahmen dieses Kontaktes werden dann die weiteren Einzelheiten geklärt. Die bereits geweihten heiligen Öle aus dem Vorjahr können weiterhin verwendet werden. Das Krankenöl kann bei Bedarf (das schließt hygienische Gründe ein) vom Priester im Rahmen der Krankensalbung selbst gesegnet werden, wobei Olivenöl oder anderes Pflanzenöl verwendet werden muss. Die liturgischen Texte hierzu finden sich im Rituale. 
  1. Gründonnerstag
Entgegen der üblichen Praxis und der Bestimmungen des Messbuchs dürfen die Priester aufgrund eines römischen Dekrets ausnahmsweise in diesem Jahr die Heilige Messe ohne Volk feiern. Die optionale Fußwaschung entfällt. Das Allerheiligste wird ohne Prozession in den Tabernakel gebracht, wo es verbleiben soll. Priester, die nicht die Möglichkeit haben, die Heilige Messe zu feiern, beten stattdessen die Vesper. 
  1. Karfreitag
Für die Feier vom Leiden und Sterben Christi sieht die Deutsche Bischofskonferenz in Übereinstimmung mit dem erwähnten Dekret aus Rom bei den Großen Fürbitten eine zusätzliche Fürbitte aus aktuellem Anlass vor. Sie finden sie im Internet unter: https://dli.institute/wp/praxis/im-gebet-verbunden

Öffentliche Gottesdienste wie Kreuzwegandachten und Prozessionen aller Art sind (auch im Freien) nicht möglich.

Bitte achten Sie darauf, dass auch am Karfreitag die Kirchen zum persönlichen Gebet geöffnet sind. Gegebenenfalls kann das Kreuz, welches üblicherweise am Karfreitag zur Kreuzverehrung genutzt wird, zum privaten Gebet im Kirchenraum aufgestellt werden. 
  1. Osternacht
Die Feier der Osternacht darf laut eines aktualisierten Dekrets der Gottesdienstkongregation vom 25. März 2020 nur in den Kathedral- und Pfarrkirchen gefeiert werden; die Aussetzung der öffentlichen Gottesdienste ist dabei weiterhin zu beachten. Deshalb kann in jeder Pfarrkirche auch diese Liturgie nur ohne Beteiligung des Volkes, aber für die ganze Pfarrei gefeiert werden. Priester, die nicht die Möglichkeit haben, die Liturgie der Osternacht zu feiern, beten das für den Ostertag angegebene Stundengebet (besonders die Lesehore). Jeder Priester kann aber die Hl. Messe am Ostertag nicht-öffentlich feiern.

Die Kongregation für den Gottesdienst regt an, das Osterfeuer entfallen zu lassen. Das muss v.a. dann geschehen, wenn es nicht innerhalb des Kirchenraums entzündet werden kann, sondern nur im Freien. Die Feier beginnt dann in der für Besucher geschlossenen Kirche mit dem Entzünden der Osterkerze und dem anschließenden Exsultet. Die Tauf- bzw. Weihwasserweihe entfällt, und man beschränkt sich auf das Taufversprechen. Sollte ein Priester ganz alleine die Osternacht feiern, spricht er statt der Befragung das Große Glaubensbekenntnis.

Die Osterkerze soll, sofern die Kirchen in diesen Tagen geöffnet sein können, von nun an während der Öffnungszeiten in der Osterwoche brennen. Sollte in einer Kirche aufgrund der Umstände keine Osterkerze aus der Osternacht vorhanden sein, kann sie im Nachhinein gesegnet werden. Geschieht dies außerhalb einer Messfeier soll nach den Segensmodellen des Benediktionale eine Lesung (hier: aus den österlichen Texten) vorangehen. Danach ist es möglich, die Kerze wie in der Osternacht zu bereiten. Die Segnung kann mit dem folgenden oder einem ähnlichen Gebet erfolgen:

Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast durch Christus allen,
die an die glauben,
das Licht deiner Herrlichkeit geschenkt.
Segne + diese Kerze, die uns ein Zeichen des Ostersieges ist,
und entflamme in uns die Sehnsucht nach dir,
dem unvergänglichen Licht,
damit wir mit reinem Herzen
zum ewigen Osterfest gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. 
  1. Glockenläuten
Das tägliche, in NRW auch von evangelischer Seite aufgegriffene Glockengeläut um 19:30 Uhr wird von Gründonnerstag bis Karsamstag ausgesetzt und am Ostersonntag wieder täglich fortgeführt, und zwar solange die öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt bleiben. Es soll nach Empfehlung der Glockensachverständigen nach Möglichkeit jeweils mit den beiden größten Glocken geläutet werden. Es ist wünschenswert, über den Sinn dieses besonderen Geläutes (Einladung zum Gebet, Ermutigung für Betroffene und Helfer) breit zu informieren.

Zusätzlich ist vereinbart, dass in NRW am Ostersonntag in den katholischen und evangelischen Kirchen festlich mit möglichst allen Glocken geläutet wird. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze. Bundesweit soll um 12.00 Uhr ebenfalls festlich in den katholischen und evangelischen Kirchen geläutet werden; darüberhinausgehende örtliche Gepflogenheiten können fortgeführt werden. 
  1. Kollekte
Unser Erzbischof bittet darum, die Spenden für Misereor (www.misereor.de) und für das Heilige Land (www.palmsonntagskollekte.de)  direkt auf das entsprechende Konto zu überweisen. Bitte informieren Sie darüber möglichst breit! 
  1. Erstkommunionfeiern
Feierliche Erstkommunionfeiern können bis einschließlich 19. April nicht stattfinden. Da dabei in aller Regel eine größere Anzahl von Personen zusammenkommt, die nicht in häuslicher Gemeinschaft leben, ist mit erhöhter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch nach dem 19. April größere Feiern vorerst nicht möglich sein werden. Es wird daher empfohlen, feierliche Erstkommunionfeiern bis einschließlich Pfingstmontag, 01.06.2020, auszusetzen. 
  1. Firmungen
Feierliche Firmungen finden bis einschließlich Pfingstmontag, 01.06.2020, im Erzbistum Köln nicht statt, da eine entsprechende Vorbereitung notwendige Voraussetzung für die Feier der Firmung ist und derzeit die Vorbereitungen nicht in der notwendigen Weise stattfinden können. 
  1. Visitationen

Die Pfarrer sind gebeten, sich wegen der Absprache der anstehenden Visitationen an den jeweiligen Weihbischof ihres Pastoralbereichs zu wenden, um individuelle Absprachen zu treffen. 


Dr. Markus Hofmann
Generalvikar des Erzbischofs von Köln


Erzbistum Köln
Verantwortlich: Dr. Markus Hofmann, Generalvikar
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50668 Köln
Deutschland

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